„Ich habe ihm wiederholt, was Sie mir erzählt haben. Er hatte das Erlebnis anders, aber als nicht sehr böse eingeschätzt. Er rät Ihnen, sich von einem Psychopathologen behandeln zu lassen, den er kennt. Er gab mir einen Brief mit an ihn, sehen Sie!“

„Doktor Mabuse ... der war gestern ja auch in der Gesellschaft!“ sagte der Graf, als er die Aufschrift las.

„Soll ich zu ihm gehen?“ bot Wenk an.

„Nein, Herr Doktor, einmal muß Ihre Liebenswürdigkeit aufhören. Ich muß mich ja auch entschließen, meinen Fall als etwas nun wirklich in meinem Leben Vorhandenes in meine täglichen Verrichtungen aufzunehmen. Ich werde, da seine Fernsprechnummer gerade dasteht, den Doktor Mabuse anrufen. Wenn Sie erlauben, gleich von hier aus.“

„Herr Doktor Mabuse,“ sagte ihm Told im Fernsprecher, „Sie waren gestern zugegen, wie mir der Unfall beim Geheimrat Wendel zustieß ...“

„Ja!“

„Ich bedarf Ihrer ärztlichen Hilfe. Geheimrat Wendel gab mir einen Brief an Sie. Darf ich ihn Ihnen bringen!“

Die andere Stimme antwortete schroff: „Nein. Ich behandle nur im Haus des Patienten selber. Wie ist Ihre Adresse? Erwarten Sie mich morgen vormittag elf Uhr. Wiederholen Sie: um wieviel Uhr?“

„Um elf Uhr!“ wiederholte Told erschrocken bis ins Herz hinein.

Dann verließ er den Staatsanwalt.