„Und nun?“
„Bleiben Sie bei mir!“
„Ich will nicht!“ schrie die Gräfin. „Ich will meinem Mann helfen. Ich will nicht!“
Da erst ward ihr wieder klar, was sich ereignet hatte. Ihr Mann hatte falsch gespielt!
Du mein Gott, mein lieber Gott, wie war das möglich gewesen! Sie wußte doch so genau, daß er das nie tun würde. Welche Widersprüche! Welche Qualen! Welche Verzweiflung! Welche Hölle! Und sie war bei der Helferin der Mörder Hulls gewesen und war ihr erlegen. Alles drehte sich durcheinander, und Blut erschien neben dem schwarzen, ohnmächtigen Unglück, das ihr Mann angerichtet hatte.
Sie hörte die Männerstimme, groß, voll Grauen, voll Gefahren: „Sie wollen nicht? Frage ich danach?“
Er hatte den Tiger nicht gefragt und den Auerochsen nicht. Sollte er eine schwache Frau fragen! Das ist wahr! Sollte er sie fragen? Sie war seine Beute.
Dieser Vorstellung gab sie sich mit einer wollüstigen Angst hin. Sie gehörte dem stärksten Mann, den ihre Augen jemals gesehen. Was konnte sie sich wehren? Er hatte sie einfach genommen. Gab es Männer, deren Willen genügte, ohne Berührung eine Frau zu nehmen?
„Wie bin ich hergekommen?“ fragte sie.
„Wir haben zuvor Wichtigeres zu besprechen. Wie wollen Sie sich einrichten?“ fragte die Stimme groß und kalt neben ihr und mit einem erbebenmachenden Ernst.