„Ich will nicht!“ schrie die Gräfin. Ihr war, als seien Marterwerkzeuge in ihr Hirn eingegraben.
„Das ist nicht die Frage!“ antwortete die Stimme, wie ein Stein ... er fällt ... er liegt! liegt Jahrtausende ... „Es handelt sich darum: bleiben Sie freiwillig bei mir oder als meine Gefangene?“
Die Frau, erwachend am Gefühl des Zwanges, mit dem sie bedroht wurde, vermochte ihre Sinne zu sammeln. Sie schaute, horchte, lauerte. Leise begann sie zu rechnen: List oder Widerstand?
Sie antwortete nach einer Weile: „Sie können mich in München nicht als Ihre Gefangene halten!“
Mabuse mit einem drohenden Ton: „Woher wissen Sie, daß Sie in München sind?“
„Haben Sie mich verschleppt?“ rief die Gräfin.
„Ich bin kein Gorilla!“
„Wer sind Sie? Wie heißen Sie?“
„Wie Sie mich nennen werden!“
„Dann werde ich Sie Gorilla nennen!“ wollte sie böse sagen. Aber es begann, daß ihre Zunge in einer süßen Schwere diesem häßlichen Namen widerstand. Sie sprach ihn nicht aus. Irgend etwas war in sie eingetreten, was ihre Lage so mild machte. Was Lockungen und Versprechen aus der Weite herholte und in ihrem kleinen Herzen zusammentrug wie emsige, nächtliche Heinzelmännchen.