Unterwegs sagte er sich, als käme eine plötzliche Erkenntnis über ihn: Es ist lächerlich. Es ist nur eine Verdrängung, der ich erlegen bin. Ich will den Wunsch nach dieser Frau durch die Angst vor dem Staatsanwalt verdrängen!

Da lag Wenk noch stärker als bisher in seinem Weg. Weshalb war er noch da? Hatte Mabuse nicht deutlich genug befohlen? So wollte er den Befehl wiederholen!

In seiner Wohnung in München legte er sich gleich ins Bett. Er schlug die Lust nieder, zur Gräfin zu gehen, und schlief rasch ein.

*

Als die Straßenarbeiter in Schachen nach der Mittagspause zur Arbeit zurückkehrten, hatte sich ein Mann unter sie gemischt, aus einer Wirtschaft heraus, der ihren Aufseher zu sprechen wünschte. Ob er wohl Arbeit fände? fragte er.

„Meine kannst du gleich haben, wenn du sie gut bezahlst,“ scherzte einer.

Aber der Mann sagte, er wolle die Arbeit ja nur, um selber dafür bezahlt zu werden.

„Das ist etwas anderes,“ lachte der Arbeiter. „Da ist der Aufseher.“

Der Mann ging zu ihm. Er sprach leise mit ihm und zog ihn wie unabsichtlich von den andern fort.

Er könne vielleicht Arbeit bekommen, sagte der Aufseher, als der ein Polizeikommissar tätig war. Er wolle seine Papiere sehen.