„Hatte das Auto ein Nummernschild?“
„Ja, Kreis Konstanz. Hier ist die Nummer!“
„Das ist wohl gefälscht. Es kam von Lindau, sagten Sie?“
„Jawohl. Ich habe die Nummer nach Friedrichshafen, Ravensburg, Lindau, Wangen und Konstanz hintelephoniert. Von Konstanz aus wurde mir dann mitgeteilt, die betreffende Nummer gehöre einem Auto der dortigen Sanitätskolonne. Das Auto habe Konstanz noch nie verlassen.“
„Kann man es sich nicht so erklären, daß das Auto in der Villa angemeldet war, aber nicht vor der Villa hielt, weil man das so im Gebrauch hat, oder weil etwas dem Insassen verdächtig war, zum Beispiel die Straßenwalze ... daß Poldringer benachrichtigt war, das Auto an der Straße erwartete und es zu irgendeinem Versteck weiterführte? In der Zeit kam der Mann, der es hergebracht, in die Villa. Entweder ist er nun mit Poldringer noch drin, oder er war das Weib in der Gondel. Er fuhr dorthin, wo das Auto eingestellt war. Dieses Versteck müßten wir ausfindig machen!“
„Wir hören nachts öfter den Lärm eines Motorboots nicht weit vom Ufer. Aber das können wir ja nicht überwachen.“
„Ich schlafe diese Nacht bei Ihnen im Wagen. Wir stellen den Wagen einen halben Kilometer weiter vom Haus weg. Kann man sich in der Nähe der Villa gut eindecken?“
„Wir gehen dann zusammen. Abgemacht? So lerne ich noch Straßen glattwalzen,“ lachte dann Wenk. „Bisher tat ich das nur mit Verbrechern.“
„Jawohl, Herr Staatsanwalt!“ erheiterte sich Schmied und zog den Hebel, der die Maschine anhielt. „Werfen Sie Kohlen ein, Herr Staatsanwalt!“ Und Wenk schaufelte der Maschine das feurige Maul voll Kohlen.