„Etwas anderes will ich auch nicht! Spoerri, das Leben des Staatsanwalts Wenk steht von heut ab unter meiner Garantie. Sie ziehen sofort meine früheren Befehle an die Beseitigungskommission zurück.“
„Merkwürdige Freundschaften schließt der Herr Doktor, hihihi!“ lachte Spoerri.
„Ruhig! Unter meiner Garantie!“ befahl Mabuse, und sie fuhren durch die flache Ebene zu dem Bauernhaus.
Die Gräfin stieg gleich ein, und das Auto eilte der österreichischen Grenze zu. „Was für Passierscheine haben Sie für uns?“ fragte Mabuse.
„Schweizerische! Nehmen Sie bitte!“
Er reichte die beiden Heftchen, in denen eine Anzahl nachgemachter Stempel ein Vertrauen erweckte, das stets getäuscht, aber nie klüger wurde.
Um drei Uhr fuhr das Auto über die Landstraße Bregenz-Kempten nach Bayern hinein. Fuhr an einem Haus vorbei, in dem in der Nacht nach München gemeldet worden war, daß es vorbeigerast sei, und fuhr aufs Württembergische zu.
Die Reisenden übernachteten in einem Städtchen südlich von Stuttgart.
Abends kam Mabuse nochmals zu Spoerri in dessen Zimmer und sagte: „Für mich gibt es jetzt nur noch ein Ding in Deutschland, in Europa ... den Staatsanwalt Wenk lebendig in die Hand zu bekommen. Lebendig wie eine Fliege in einem Glas. Merken Sie sich das! Die Gräfin und ich bleiben morgen hier. Sie fahren nach Stuttgart und kaufen um jeden Preis einen Flugapparat mit zwei Sitzen. Wir sind hier sicher. Der Wirt hat nicht einmal unsere Namen einschreiben lassen. Wenn also die Polizei kontrolliert, muß er uns verschweigen, sonst bekommt er eine Buße zu zahlen. Haben Sie Kognak da?“
Spoerri erschrak. Seine Marter kam wieder. Aber er hatte trotzdem drei Flaschen mit aus der Schweiz geschmuggelt. „Natürlich haben Sie Kognak da!“ sagte Mabuse, bevor noch Spoerri antworten konnte.