Mabuse trank aus dem Reiseglas, das er stets in der Tasche hatte. Spoerri mußte sich das Wasserglas vom Waschtisch voll gießen.

Mabuse sehnte sich nach einem Rausch, nach einem bleischweren Rausch, der ihn am Hals faßte und unter das Wasser drückte ... als gäbe man ihm einen Mühlstein als Schwimmgürtel.

Er sah, als er die zweite Flasche geleert hatte, daß es nicht ging.

„Haben Sie nicht mehr?“

„Es ist alles. Ich wagte nicht mehr mit über die Grenze zu nehmen!“

Da lachte Mabuse.

„Glänzend. Spoerri hat drei Eisenbahnwagen voll Salvarsan, zwei Wagen Kokain, drei Freudenhäuser voll Mädchen über die Grenze gebracht, aber beim Kognak reicht sein Mut nicht über drei Flaschen hinaus. Leeren Sie Ihr Glas in das meine. Verdient er nicht genug am Kognak?“

Als die dritte Flasche leer war, begab sich Mabuse, klar im Kopf wie zuvor, aber feuriger im Blut, zum Zimmer zurück, das die Gräfin neben dem seinigen hatte. Er war verstimmt. Es war ihm wie einem heißgelaufenen Motor. Alles verdampfte auf den in Glut geratenen Zylindern, und sie waren nicht in Gang zu bringen.

Er trat zur Gräfin ans Bett. „Wir haben einen Vertrag zusammen. Du hast ihn gebrochen. Du warst bereit, mich zu verraten!“

„Ja!“ sagte sie kleinlaut.