Das Bewußtsein verließ ihn in einem traumähnlichen Zustand, den eine dumpfe, aus der Tiefe gellende, unsichtbare Todesangst beherrschte.

Als er erwachte, lag er ausgestreckt auf einem Ledersitz. Die eisernen Bänder waren nicht mehr über ihm. Aber seine Arme waren an seinen Rücken gefesselt und seine Beine übereinander gebunden. Über das Gesicht war ein breites Tuch mit schmerzendem Druck geknüpft, das ihm den Mund fest verschloß und ihm den Atem schwer machte.

Es war Tag.

Er hörte ein Brausen, das in gleichen Absätzen aufscholl und verklang. Bald wußte er: es ist das Meer!

Ein Mann schaute herein und über ihn. Das Tuch verhüllte Wenk nur ein Auge. Er sah mit dem andern über den Rand der Binde halb die Dinge, die auf gleicher Höhe lagen. Er kannte den Mann nicht.

Der Mann rief einen zweiten an: „Komm! Er ist wach!“

Da kam auch der zweite schauen. Jedoch auch diesen hatte Wenk nie gesehen.

Er hörte die beiden zusammen sprechen. „Es geht auf fünf Uhr. Der Doktor muß bald da sein!“

Der andere antwortete: „Wenn er gesagt hat, kurz nach fünf, so kommt er dann auch! Wir müssen uns parat machen!“

„Sieht man noch nichts?“