Die Männer entfernten sich.

Wenk versuchte, den Kopf zu heben. Aber er sah nicht über den Rand des Fensters. Die Landschaft mußte flach sein. Nur Himmel stand draußen.

„Gib das Glas! Da ist er!“ hörte Wenk auf einmal rufen. Jetzt kommt die Entscheidung, sagte er sich. Er sammelte alle Kraft, den Vorstellungen zu widerstehen, die mit grauenmachenden Fragen seine Phantasie bestürmten und aus dem Dunkel heraus Züge von Bildern zu zerren versuchten, vor denen ihn graute.

Was nun geschah, ging sehr rasch vor sich.

Die Tür des Autos wurde aufgerissen. Hände faßten ihn an der Schulter. Die Schulter lag in der Nähe der Tür. Die Hände zerrten sie hinaus. Seine Füße schlugen schmerzend auf das Trittbrett und dann auf den Boden. Der zweite Mann hob die Beine auf, und sie trugen ihn ein Stück weit.

Da sah Wenk kurz vor sich Dünen. Nur ein paar Schritte waren es bis zu ihrem Kamm. Diesem kletterten die Männer nun mit ihm entgegen.

„Rascher!“ rief der hinten, indem er sich umdrehte und rückwärts in die Landschaft schaute.

Wenk hörte einen Motor. Er wußte, das ist Mabuse, der Motor! Auf einmal baute sich ein lichtes Gewölbe über ihn. Erst nach einer Weile erkannte er, daß es die Tragflächen eines Eindeckers waren.

Die beiden Männer verrichteten alles mit hastigen Bewegungen. Wenk wurde auf den Sand gelegt. Zwei Stricke wurden ihm unter Brust und Armen durchgeknüpft. Ein Mann hob ihn an den Beinen hoch, und auch diese wurden mit zwei Stricken, die irgendwo am Gestänge schon vorbereitet waren, hochgebunden. Ein dritter Strick wurde dann um seinen Leib geschlungen.

Es dauerte nicht lange, bis Wenk erkannte, daß er mit dem Rücken an die Wand der Gondel des Flugzeuges angebunden hing. Er lag da, angepreßt wie ein Paket, das mit auf die Reise genommen wurde. Mit dem freien rechten Auge sah er über den Rand der Binde hinweg, daß das Flugzeug auf einem vorbereiteten Platz über einer sanft ins Meer fallenden Laufbahn stand. An ihrem Fuß lief der Strand weiter. Es war Ebbe.