Da sah er, daß vor 10 ein Paar Schuhe stand.
Er ging zurück und hatte einen ungewöhnlichen Einfall. Er wollte bei 10 anklopfen und den alten Herrn fragen, ob sein Unwohlsein vorüber sei. Ihn so überrumpeln. Denn es war sicher, daß dieser Mann für eine Verhaftung reif sei.
Dieser Gedanke schien Wenk sehr kühn und aussichtsreich zu sein. Aber als er vor 10 stand, sah er, daß die Schuhe, die hinausgestellt worden, ein Paar Damenschuhe waren. Da gab er den Gedanken auf, begab sich hinunter und verlangte den Direktor des Hotels zu sprechen. Er zeigte ihm die nötigen Ausweise und erkundigte sich nach dem Bewohner von Nr. 10.
Man brachte das Gastbuch. „Nr. 10, sehen Sie hier, Herr Staatsanwalt, Professor Groich, Haag.“
„Nach ihrem Buch wohnt er allein.“
„Jawohl.“
„Wohnt er immer oder nur vorübergehend allein und gelegentlich mit weiblicher Gesellschaft?“
„Ich übernehme jede Garantie, Herr Staatsanwalt. Wir sind sehr streng darin gegen unsere Gäste.“
„Dann hat dieser Gast trotz seines beträchtlichen Körperbaus sehr kleine Füße.“
„Wie meinen Herr Staatsanwalt?“