Ein Beamter sagte, Privatpersonen seien seit der Tat nicht vorbeigekommen.
Es war drei Uhr früh.
Mit einer elektrischen Lampe leuchtete Wenk die Leiche ab. Sie hatte einen tiefen Stich vom Hals bis in den Rücken. Sie lag mit dem Gesicht auf der Erde. So hatten die Polizisten sie gefunden, als ihr Kollege blutend, die Augen von Pfeffer erblindet, sie herbeigepfiffen hatte. Die Leiche war starr und wie ein gebogener Baumstamm aufgekrampft. Das Blut, das den Wunden entflossen, glänzte im Licht wie schwarzer Marmor.
Wenk war durchzuckt von grausigen Vorstellungen, die er zu besiegen trachtete. Er versuchte sich den Ort einzuprägen, die Lage der Leiche, die Hausnummern schrieb er sich auf. Versuchte, ob alle Türen und Fenster in der Nähe geschlossen waren. Ob Fußspuren zu sehen waren. Ob nicht Gegenstände herumlagen oder weiter in der Gasse zu finden waren ... Nichts!
Die Täter seien in den Park des Palastes geflüchtet, hatte einer der Beamten gesagt, und darin wie mit einem Schlag verschwunden.
Wenk suchte die Mauern ab. Es war nichts zu bemerken.
Ein Beamter ging ein Auto holen zur Fortschaffung der Leiche. „Bitte niemanden in die Straße lassen! Jeden, der herein will, zur Wache führen. Seien Sie höflich mit den Leuten, nicht wahr?“ ordnete Wenk an.
Er fuhr ins Krankenhaus, wo die Verwundeten lagen.
Karstens war bewußtlos. Der Arzt berichtete, er habe einen schweren Stich mit einem schmalen, scheinbar vierkantigen Dolch im Rücken, und von einem Schlag mit einem stumpfen Gegenstand sei ihm aller Wahrscheinlichkeit nach die Schädeldecke eingeschlagen. Der Beamte war weniger schwer verwundet. Die Stichwaffe hatte ihm mehrere Fleischwunden verursacht. Schulter und Oberarm waren ihm verbunden. Aber er konnte noch kaum die Augen öffnen.
Er erzählte: