Das Brünnlein, das aus Bergen quillt,
Das gibt dir deinen Trank,
Und hast du deinen Durst gestillt,
Vergißt du nie den Dank.
Du singst und trillerst wohlgemuth,
Für morgen nicht verzagt,
Als wüßtest du, ein Vater gut
Hält über Alles Wacht.
Wie friedlich ist die Ruhe dein,
Du weißt nichts von Gefahr,
Den Kopf wohl unter'm Flügelein
Bist du der Sorge bar.
O wüßt' ich doch, wie du es weißt,
Daß über aller Welt,
Mein Gott, der ewig Vater heißt,
Gar treulich Wache hält;
Daß er mir gibt mein täglich Brod,
Mir reichet, was mir nützt,
Daß er mir hilft aus aller Noth,
In Trübsal mich beschützt.
O Vöglein auf dem grünen Ast,
Gib mir die weise Lehr',
Lehr' singen mich ohn' Ruh' und Rast,
Das Lied zu Gottes Ehr'!«
Das Bienlein auf der Weide.
O Bienlein, nimm mich mit in's Feld!
Wie schön ist meines Gottes Welt.
Nun um mich her geworden!
Es grünt der Wald, der Anger lacht,
Der Baum steht weiß in seiner Pracht,
Und Blumen aller Orten.
O Bienlein, laß' mich mit dir zieh'n,
In's Thal hinab, hinab in's Grün,
Und zeig' mir deine Weise!
Von Blum' zu Blume eilest du,
Und gönnst dir nimmer Rast noch Ruh'
Und singst dein Lied so leise.