„Na ... aber ... das ist doch selbstverständlich.“

Altmann schüttelte ihr über den Tisch hinweg die Hand.

„Weißt du, was du für eine Prachtfrau hast, Alwin?“

Es klang scherzend und doch bewegt.

Alwin schenkte sich ein Glas Bier ein. Aber über sein Glas hinweg flog sein Blick unbewußt dahin, wo Karla saß. Und beide sahen einander an. Dann zerdrückte Karla ein Mehlklümpchen auf dem Grunde ihres Tellers, und Dr. Maurer sagte:

„Ja ... wir wissen schon, was wir an ihr haben.“

Es war sehr, sehr viel, und es war unendlich wenig!

Dr. Maurer war dafür, daß man eine Flasche Wein trank. Seit er die Weinkneipen mied, hielt er immer auf einen Vorrat von ein paar Flaschen.

Adele war gern bereit. Das Lob des Bruders, wenn sie ihn auch nicht immer für voll nahm, hatte sie doch liebenswürdig gestimmt, und dann hatte Luise eine Apfeltorte mitgebracht. Das heißt, vier Stücke waren schon herausgeschnitten und zum Mittag von der englischen Familie verspeist worden. Den großen Rest aber hatte die Dame der netten Miß Luise aufgedrängt, als sie hörte, daß der Schauspieler-Bruder aus der Provinz zurückgekommen sei.

Es kam öfters vor, daß Luise dies oder jenes von der reichen Tafel für „ihre Leute“ mitbekam, meist sehr gute und oft sogar teure Sachen.