Sie riß ihr kleines Taschentuch aus dem Ausschnitt, ballte es zusammen und warf es zornig auf den Tisch.
„Stecken geblieben ...? Wenn ich dich begleitet hätte, wäre das nicht geschehen, sage ich ...“
„So? Warum wäre das nicht geschehen?“
„Weil du dich nicht so verlassen gefühlt hättest, weil ...“
„So, glaubst du wirklich? ... Und ich sage dir, es wäre noch schlimmer geworden. Sie hätten dich mit mir zusammengesperrt und hätten über deinen Frack gelacht! Ja ... das hätten sie ... denn du siehst wie ein Schulmeister aus, meint Russel, in deinem Hochzeitsfrack!“
„So? Meint er das? ... Nun, da ich nicht mit war, konnte mein Frack nicht an deinem Durchfall schuld sein.“
Karla fühlte, daß sich etwas Häßliches zwischen ihnen erhob. Ein unsichtbares schwarzes Ungetüm, das mit Tatzen nach ihnen schlug, sie aufeinanderhetzte. Sie brach aus, ohne Zusammenhang, leidenschaftlich:
„Ich bleibe hier nicht — um keinen Preis bleibe ich! Geh zu Russel ... er soll den Vertrag lösen. Es kann ihm ja auch nichts an mir liegen ... er wird froh sein ...“
„So? ... Und die Vorschüsse ...?“
Altmann stand mit hinter dem Rücken verschränkten Armen vor ihr. Sein Gesicht drückte leise Genugtuung und Überlegenheit aus.