Altmann kam erst spät am Nachmittag ins Hotel, mit notdürftig gewaschenen Händen, verstaubt, verschwitzt, einen Riß in der Bügelfalte seines Beinkleides.
Karla lag mit wütendem Kopfschmerz auf dem Bett.
„Wo warst du denn so lange?“
Altmann gab ihr in kurzen Worten seine Unterredung mit Russel wieder.
Karla sprang auf die Beine.
„Das geht nicht, Ernst ... ich werde singen.“
„Du wirst nicht singen ... Soll der Kerl nur seinen Blödsinn durchsetzen. Du wirst nicht singen. Ich erlaube es nicht. Unter keinen Umständen.“
Karla ging aufgeregt im Zimmer hin und her.
„Aber mir ist doch schon viel besser ... viel, viel besser ...“
Sie konnte und wollte es nicht glauben, daß sie so leicht zu ersetzen war, hatte anfänglich ihr körperliches Unbehagen aufgebauscht — Altmann sollte sehen, eine wie große „Nummer“ sie jetzt war, und was Russel angeben würde, wenn es hieß, daß sie nicht auftreten könnte ... Aber mittlerweile waren die Kopfschmerzen wirklich ärger — aus dem halben Spiel war Ernst geworden.