„Ich habe Sie noch gar nicht beglückwünscht, liebe Kollegin .. man spricht nur von Ihnen ... Sie haben sich selbst übertroffen ... es wird morgen schwer sein für mich ... sehr schwer! ... Wo ist Ihr lieber Mann? Ich wollte ihn fragen, ob er nicht ein bißchen zu uns herüberkommen will ...“
Karla blickte mit den anderen zum Platz hin, an dem Altmann gesessen. Er war leer.
Die Nordeni lächelte mühsam.
„Macht nichts. Ein andermal ... wir bleiben ja noch zusammen... auf Wiedersehen, Kinder! ...“
Langsam, majestätisch schritt sie wieder hinaus.
Am Tisch war es still geworden. In den Augen der Frauen lag Trauer und Sehnen.
— — — Altmann hatte sein beleidigtes Gesicht. Das Gesicht, an dem Karlas beste Laune zerschellte. Das Gesicht, das sie an die trostlosesten Tage von Kiel und Berlin erinnerte.
Und die Erinnerung an sie spannte einen eisernen Reifen um ihr Herz.
Die Zeit, da sie ihm in bedingungslosem Verzeihen an den Hals geflogen wäre, war verpaßt. Er aber besaß nicht Geschmeidigkeit genug, eine Aussprache herbeizuführen.
Ihre erste Andeutung schnitt er mit den Worten ab: