„Sie haben sich meines kleinen Mädchens so sehr lieb angenommen, schrieb mir Vicki ...“

„Aber bitte, gnädige Frau, es war mir ein Vergnügen.“

„Wie siehst du aus, Tante ...“

Vicki hatte besondere Ehre mit Karla einlegen, dem Bodo imponieren wollen, und nun stand die Tante da, über und über mit Sand bestreut, den Hut zur Seite geschoben, ohne Handschuhe, ohne einen einzigen Ring ...

Schmerzchen war es gewöhnt, daß man sie allein ließ beim Spielen. Sie guckte gar nicht auf, als die Mama aufstand und ein bißchen zur Seite trat .... Aus dem fremden Onkel machte sie sich erst recht nichts.

Karla mußte mit Vicki und ihrem heimlich Verlobten auf- und abgehen, mußte Rede und Antwort stehen. Sie hatte gleich herausgebracht, daß Bodo Völkel sie noch gar nicht gehört hatte; aber er sagte ihr Schmeicheleien, sprach die Hoffnung aus, daß sie es ihm ermöglichen würde, in verwandtschaftliche Beziehungen zu ihr zu treten.

Karla fand das sonderbar. Warum wendete er sich nicht erst an Vickis Eltern? Die waren doch die Nächsten. Er sprach etwas von dem großen Einfluß, den Karla hatte, und dessen er sich erst hatte zu seinen Gunsten versichern wollen. Karla wurde einsilbig, schließlich meinte sie:

„Es wird kühl. Schmerzchen muß nach Hause.“

Herr Bodo Völkel empfahl sich. Vicki begleitete ihn bis zur nächsten Biegung. Karla sah, wie sie lebhaft auf ihn einsprach, ihre Hand auf seinen Arm legte, ihn zur Umkehr zu bewegen suchte — wie er den Kopf schüttelte und sich ohne viele Umstände losriß.

„Wie gefällt er dir?“ fragte Vicki, als sie zurückkam.