„Ich möchte wissen ... wissen möcht’ ich ...“

Karla stockte.

Es konnte das leise Zittern ebenso als Angst wie als Wunsch gedeutet werden. Aber als Karla König sie plötzlich am Kopf packte und mit ihr durch das Zimmer galoppierte, da verstand sie.

„Also doch ein Kind ... hurra! ... Beste, liebste Frau Leben! ... Ich bin ja so glücklich!! ... Soll ich Ihnen was vorsingen zum Dank? ...“

Sie sang wirklich, was ihr gerade einfiel, mit voller Stimme. Unsinn sang sie. Und der Text war immer nur: „Ein Kind! Mein Kind! ...“ Aber so wundervoll waren die Töne, die sich aus ihrer Brust lösten, daß die Frau, als sie Karla beim Weggehen fragte: „Was bin ich schuldig?“, antwortete:

„Nichts mehr. Ich bin bezahlt.“

Karla stülpte ihr Hütchen auf das dunkle Haar, fuhr in die weißen Zwirnhandschuhe und jagte durch die Straße bis zum Theater.

Jetzt durfte er es erfahren: „Wir kriegen ein Kind ... ein Kind!“