Einen Augenblick zögerte sie, dann fügte sie schroff hinzu: „Meine Schwägerin hat sich sehr verspätet ... Es ist vielleicht besser, Sie warten nicht ... meine Schwägerin fährt dann allein.“

„Ich habe keine Eile Gnädigste ... Ich werde warten.“ Sehr hart konnten die hübschen blauen Augen plötzlich blicken.

„Wie Sie wünschen ...“

Die Tür schloß sich hinter ihrer hageren Gestalt, noch ehe Gaudlitz die grüßend geneigten Schultern erhoben hatte.

Karla vollendete hastig ihr Ankleiden. Die kleine Wasserlache stand noch immer auf dem Teppich, umgeben von Glasscherben, und die schönen sanften Teerosen lagen von Schritten verschleppt und zertreten herum ...

„Nicht angesteckt die Rosen?“ war Gaudlitz’ erste Frage, während er ihre Hand an die Lippen zog.

„Bitte nicht fragen ... ich war so ungeschickt ... oder vielmehr nein ... so wütend war ich ... bitte, bitte, nicht davon sprechen.“

Er fühlte ihre Erregtheit heraus, und sie tat ihm plötzlich so leid, als hätte er alles aus ihrem Munde vernommen, was er sich ganz allmählich zusammenreimte.

„Nein, nein ... liebe gnädige Frau ... nicht fragen und nicht reden. Sie sind da und sehen wunderschön aus ... mehr will ich gar nicht wissen.“

Vor dem Hause stand sein Auto. Auf dem Rücksitz lag ein großer Strauß glutroter Rosen, mit breiter Schleife.