In seinem Wagen fuhren Alwin Maurer, Karla König und Vicki nach der Motzstraße. Karla hatte den Arm um Vicki gelegt und ließ die jungen, heißen Tränen auf ihre Spitzen, auf den prächtigen Goldbesatz ihres weißseidenen Kleides tropfen.

„Was ist denn geschehen ... was ist denn los mit dem Mädel?“ fragte Alwin Maurer.

Karla winkte ab — und so bittend war der Ausdruck ihrer schönen braunen Augen, daß er verstand. Nur um einen Schatten blasser wurde er. Und er dachte, wie seltsam es doch war, daß alles bei ihm zu Hause an ihm vorbeilebte, daß sich Schicksale wendeten, ohne daß er auch nur ahnte, wie viel seine Nächsten der Vorsehung ins Handwerk pfuschten ...

Adele stand drohend wie ein Strafgericht im Vorzimmer. Zornbebend, hämisch brach sie aus:

„So ... das Fräulein amüsiert sich noch an einem Tage wie heute? ... Das ist ja ...“

Sie stockte, als sie Vickis Gesicht sah.

„Na ... na ...“

„Sei gut zu ihr ... Adele ...“

Alwin Maurer brachte Karla zurück an den Wagen.

„Willst du mir nicht sagen ...“