Da huschte ein blasses Lächeln über sein Gesicht. So ähnlich hatte wohl auch Adelens Mutter einst gesprochen. Es blieb immer dasselbe Lied ...

Um Vicki brauchte er sich keine Sorge zu machen!

Sechs Wochen nach diesem Abend sollte Vicki Bodo Völkels Frau werden. Sie hatte nicht viel gefragt, wie dieser Umschwung gekommen war — vielleicht hatte sie im tiefsten Grunde ihres Herzens nie einen anderen Ausgang erwartet ... Sie war drei Tage so krank gewesen — das hatte er wohl erfahren und war gekommen, sein Unrecht gutzumachen. Vicki glaubte noch an die Romantik der Krankheit! Bodo Völkel widersprach nicht, und die Mutter ließ sie bei ihrem Wahn. Alwin Maurer zeigte einen Nachhilfekursus für Reifeprüfung an, ließ sich Privatschüler empfehlen. Adele war bereit, zwei Knaben als Pensionäre bei sich aufzunehmen. Aus dem Alleinbleiben mit ihrem Mann wurde nun nichts, und die Arbeit im Hause vermehrte sich — aber mit Hilfe des Bruders ließ sich die neue Wirtschaft einrichten und stützen.

Karla hatte den Erlös eines viermaligen Gastspiels in Leipzig und eines zweimaligen in Hamburg ihrem Manne eingehändigt — für Vicki. Ihre Sommererholung, deren sie dringend bedurfte, wollte sie auf drei Wochen in einem kleinen Ostseebad beschränken.

„So wird es schon gehen“, meinte sie.

Altmann war sehr bewegt.

„Meine liebe Karla ... mein liebes Kind ... glaube mir, wenn es nicht so ernst wäre, nie hätte ich gestattet — nie, daß neue Ansprüche an dich herantreten. Aber, nicht wahr ... wenn es die eigenen Leute betrifft — einer für alle, alle für einen ... daran habe ich immer festgehalten, und das wollen wir auch weiter so befolgen.“

Sie nickte hastig, wurde rot, winkte ab.