„Wer kommt denn alles zu dir? ...“
Wie ein hinterlistiges Ausfragen kam es ihm vor. Aber sie antwortete harmlos, ohne sich zu besinnen, nannte die Namen.
Er fragte weiter:
„Und deine Gönnerin ... die Fürstin Reichenberg? ...“
Da färbte sich ihr Antlitz mit dunkler Glut.
„Ja ... die kommt auch zuweilen — sehr selten. Du kannst dir denken ... eine so große Dame ...“
Er zerschnitt den Apfelstrudel in immer kleinere Stücke, vergaß zu essen.
„Ist ihr Bruder hier ... der ... wie hieß er doch ... Graf Gaudlitz, glaube ich ...?“
Nie war ihm das Komödiespielen so schwer geworden, und er wagte es nicht, ihr ins Gesicht zu blicken. Er hörte nur ihre Stimme, eine merkwürdig dunkel gefärbte, warme Stimme.
„Ich habe ihn nicht gesehen seit Berlin ... aber die Fürstin sagte mir, er sei auf seinem Gut in Pommern ...“