Es würgte ihm am Halse und er fuhr hastig fort: „Die Wohnung möchte ich behalten ... Ich habe jetzt eine Schauspielschule und brauche Platz.“
Er dachte: „Und schließlich findest du heim ...“
Aber er sagte es nicht. Die Bewegung schnürte ihm den Hals vollends zu. Sie aber starrte auf den Tisch herab und krampfte die Hände ineinander.
Es waren Minuten, die sich zu Ewigkeiten dehnten.
„Selbstverständlich führe ich Buch über alles, was du schickst. Was übrigbleibt am Ende des Monats, geht zum Teil an die Sparkasse auf Isoldens Namen, zum Teil an eine Versicherung. Wenn sie zwanzig Jahre alt ist, wird ihr eine nette Summe ausgezahlt. Sie kann dann etwas anfangen oder heiraten ... kurz, sie kann sich ihr Leben schaffen ...“
Karla sah ihn mit großen, feuchten Augen an.
„Das ist schön von dir, Ernst ...“
Er schüttelte den Kopf.
„Nein. Das ist selbstverständlich. Dazu sind die Eltern da ... Das ist Notwehr gegen das Leben. Das lernt man an Beispielen.“
Sein Ton wurde wieder lehrhaft, ohne daß er es wollte. Und dieser Ton gab sie der Wirklichkeit zurück.