— — Zum Frühjahr ließ Alwin Maurers Gesundheitszustand wieder viel zu wünschen übrig. Es stellten sich ernstere Beschwerden und schließlich Anfälle von Gallenkolik ein. Der Arzt warnte vor Aufregungen und Überarbeitung.

Adele lief jetzt wieder alle Tage zu Luise, klagte ihr Leid.

Luise erbot sich, mit dem Bruder zu sprechen. Alwin mußte diesmal nach Karlsbad — unweigerlich! Adele nickte und trocknete die Augen.

Gewiß. Das Geld dafür war ja auch zusammen. Aber die Ferien mußten abgewartet werden. Und bis dahin ...

Wieder fing sie an zu weinen.

Luise legte ihre hageren Arme um die vollen Schultern der Schwester.

„Na, was ist denn noch?“

Adele wickelte ihr feuchtes Taschentuch um die Hand. Leicht gesagt, keine Aufregungen! Fritz dachte nicht daran, sie ihnen zu ersparen! Er „aaste“ mit dem Gelde! Alle paar Wochen kam er mit einem Schuldenzettel an. Sie hatte zusammengerechnet: sechshundert Mark waren in den letzten acht Wochen zusammengekommen.

Luise schlug entsetzt die Hände zusammen:

„Was habt ihr denn gemacht?“