„So, Alwin ... nun wollen wir vergnügt sein.“

Denn es blieb ja doch das Beste in ihrer langen Ehe, diese Ausgänge zu zweien, an Sommerabenden, wenn der Flieder blühte oder die Linden ihren starken Duft ausströmten und sie in der verschwiegenen Stille eines entlegenen Gartenlokals, beim flackernden Schein einer einsamen Laterne einander zutranken, und wenn sie sich zurückversetzte in jene längst vergangene Zeit, da solche Abende, durchduftet von Sommer und Hoffen, zu den schönsten Augenblicken ihrer einst so schwer erkämpften Brautzeit gehörten. — — —

Die Familie brachte Alwin Maurer zur Bahn, wie einst Karla. Sogar Vicki erschien mit einem Körbchen, das sie sich mit hastig zusammengekaufter Backware hatte füllen lassen.

Schmerzchen blickte mit gespanntem Ausdruck auf Onkel Alwin.

„Fährst du nach Wien, Onkel?“ fragte sie.

Alwin Maurer beugte sich über ihr zartes, ernstes Gesicht. Er wurde ganz rot dabei. „Vielleicht“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Aber das wissen nur du und ich!“

„Ja“, nickte Schmerzchen.

Und nun wurde auch sie rot. Denn es war ein wichtiges Geheimnis, das der Onkel ihr anvertraut hatte, und ihr kleines Herz schlug ganz schrecklich schnell vor Freude darüber.

Alwin Maurer drückte noch ein letztes Mal die ausgestreckten Hände.

„Fritz ist richtig nicht gekommen!“ sagte er.