„Ein Telegramm, gnä’ Frau.“
Heiß stieg Karla das Blut zu Kopf.
„Doch nichts Böses?“
Alwin Maurer konnte sich schwer andere Depeschen vorstellen.
„Nein, Alwin ... nichts Böses ... nur Gutes, nur Glückliches.“
Ihre Augen strahlten, ihre Finger rissen hastig das Siegel auf. Sie stutzte — das Blut lief ihr aus den Wangen. Sie las einmal, zweimal.
„Also doch Böses, Karla?“ ...
Ängstlich blickten seine Augen sie an. Sie faßte sich, faltete das Blatt zusammen, schob es unter ihren Teller.
„Nein ... nichts von Bedeutung.“
Die Worte fielen trocken und kurz von ihren Lippen, aber sie reichte ihm die Kristallschüssel mit roten Johannisbeeren, den Streuzucker, lächelte mühsam, schien etwas zu überlegen.