Er zerrte an der Kette.

„Muß es denn sein ....?“

Sie schüttelte lachend den Kopf.

„‚Muß?‘ Nein, Fritz, ich weiß schon, das alles ist nichts für dich. Du mußt eben bleiben, was du bist — da hilft nichts. Mußt die Zähne zusammenbeißen und durchhalten, bis ein Glücksfall dir in den Schoß fällt. Nur Schulden machen darfst du nicht mehr ...“

„Ich laß mich versetzen“, sagte er kurz. „Zur Schutztruppe ... da kriegt man doch was zu tun! Da weiß man doch, wozu man den Degen an der Seite hat ...“

Er stand erregt auf.

„Seit einem Jahr halten mich die Schulden fest. Hundertmal, wenn ich zu spielen anfing, sagte ich mir: Wenn ich heute Glück habe, dann Schluß mit allem hier — dann raus. Ich spüre doch Kräfte in mir, Kräfte, die ich anders umsetzen möchte als nur im Drillen der Kerls und im Herumhopsen in reichen Häusern. Ich könnte doch was leisten ....“

„Das wirst du auch, Fritz ... hier meine Hand.“

Seine jungen Augen leuchteten auf, und stürmisch riß er Karlas Hand an seine Lippen.

„Papa hat Recht ... Du bist der beste, der vornehmste Mensch ...“