„Füge hinzu: ‚Unter dem Schutze meines Neffen, des Leutnants Fritz Maurer‘“, sagte Fritz, über ihre Schulter blickend.

Das Kommerzienratstöchterlein lachte jetzt fröhlich auf.

„Nicht nötig ... das erzähle ich schon selbst, und Sonntag machen Sie Besuch und holen sich den Dank.“

Karla lehnte sich zurück in den Stuhl vor ihrem Schreibtisch und lächelte. Wie einfach das alles war in dem Alter ...

Dann hob sie den Blick zum Bilde ihres Kindes. Schmerzchen guckte aus ihrem silbernen Rahmen auf die Mama herab mit großen, ernsten Augen — —

Armes, kleines Schmerzchen — der „nichts unmöglich schien“ bei der Mama! Was würde sie sagen? Heute, wenn der Vater ihr mitteilte, daß die Mama nicht mehr zurückkehrte zu ihnen ... nie mehr! ...

Die jungen glücklichen Stimmen hinter ihrem Stuhl taten Karla plötzlich weh .....

So vielen durfte sie Glück geben ... so vielen ... nur ihrem Kinde nicht ....!

Blaß und still saß sie an ihrem Tisch zwischen den jungen Leuten, die ein Zufall zusammengeführt — enger vielleicht, als sie selbst es noch ahnten.

Blaß und still blieb sie den ganzen Tag über — bis Fritz bat: „Gib uns deine Stimme mit auf den Weg, willst du?“