Sie schüttelte ärgerlich den Kopf.

„Das hätte der Herr Papa doch sagen sollen ... Ich weiß viel, wie die junge Frau lebt.“

„Nein, lassen Sie nur ... ich bin ganz zufrieden.“

„Sie wohl! Aber dann kommt das Kindchen, spindeldürr, und geht Ihnen drauf beim ersten Zahn! Das wär’ so was!“

Wieder lief sie hinaus. Karla lächelte. Sie hatte doch wohl was von der Mutter, diese Pauline. Nur weicher war sie. Zärtlicher. Um den Papa brauchte sie sich nicht zu sorgen. Der war gut aufgehoben!

Die Schatten wallten aus den Ecken, krochen die Wände hinauf, verhüllten die Bilder, sogen die Sessel in sich ein, den Glasschrank. Nur das Zeitungsblatt leuchtete noch auf dem Schachtisch am Fenster.

Aus der Küche her zog ein kräftiger Duft von gerösteten Zwiebeln herein, von warmer guter Butter ...

„So, junge Frau, nun decke ich den Tisch ...“

Die kleine Gaskrone flammte auf; blitzend hob sich das Gedeck vom weißen Tischtuch ab.

„Immer zulangen! Und jetzt schenke ich Ihnen noch ’n Gläschen Rotwein ein. Der Herr Papa darf ihn ohnehin nicht trinken. Wozu haben wir ihn denn dann?“