Während die Wut der Orgel niederdonnerte, liess sich Teresa zu immer wilderem Tanze treiben. Sie warf die Schale mit dem Haupte von sich und fand in plötzlicher Erleuchtung die versonnensten Gliederkrümmungen der asiatischen Tänzerinnen. Sie bot ihren Schoss offen der Kerzenhelle dar und entriss ihm mit gewaltiger Gebärde die Blume ihres Jungfrauentums, so dass ihr weisser Körper über die roten Rubinen blutete.

„Eine blutende Hostie des Satans!“ rief Fray Tomàs verzückt. Sie aber heulte auf vor Schmerz und stürzte sich auf das wächserne Haupt vor ihren Füssen, umschlang es, wie den Kopf eines Tänzers, krallte die Zähne hinein, ihre Qual zu verbeissen.

Und sie tanzte die Sünden der Hölle!

„Küss ihn,“ rief ihr der Priester zu; willenlos tat sie nun alles, was er befahl. „Verspott ihn, spei ihn an, wirf ihn hin, tanze drüber weg, zertritt ihn, zermalm ihn — lästere die Dreieinigkeit — rufe zu Satan!“

Und gebeugt von der Last der Sünden der Verdammnis schrie Teresa Alicocca:

„Satan, Lucifer, Adonai!“

„Was willst du?“ rief eine dumpfe Stimme aus der Krypta.

„Nimm mich in die ewige Qual!“ stöhnte Teresa.

„Und Gott? — Glaubst du an ihn?“