Sehr nahe verwandt erweist sich der Granit von
»Nyika zwischen Meatu und Nyarasa-See, 25. Juni 1892, 6h 31 a. m.«,
der etwas weniger Glimmer führt, jedoch etwas gröberes Korn und bei der grösseren Ausbildung einzelner Feldspathe eine ausgesprochen porphyrische Struktur besitzt.
Die Familie der Hornblendegranite ist repräsentirt durch Gesteine vom
1. »Dorf Uaschi, 27. Mai 1892«
und von
2. »Mugango, 21. Mai 1892«.
Das erstere ist ein porphyrartiger Granit, in dem die grösseren Feldspathkrystalle — fast durchweg Orthoklas — oft über 1 cm Durchmesser erreichen; in der aus Quarz, Feldspath und schwarzem Biotit bestehenden feinkörnigeren Gesteinsmasse lassen sich mit der Lupe bereits vereinzelte Individuen von Hornblende erkennen, deren Antheil im Dünnschliff sich sogar als ein ziemlich beträchtlicher erweist. In den Feldspathen, deren Inneres häufig in ein trübes Gemenge von Kaolinsubstanzen und farblosen Glimmerschüppchen übergegangen ist, sind häufig Einlagerungen von regelmässig begrenzten, nelkenbraunen Biotitblättchen, seltener von Apatit- und Zirkonkryställchen zu beobachten; skapolithisirter Plagioklas tritt im Ganzen sehr zurück gegen den gewöhnlichen Kalifeldspath, der stellenweise auch durch Mikroklin vertreten ist. Der grünlichbraun durchscheinende Magnesiaglimmer ist zum Theil chloritisirt, zum Theil epidotisirt, während die dunkelgrüne Hornblende frisch und intact erscheint. Gewöhnlich sind Hornblende und Biotit zu Aggregaten verwachsen, an denen sich ausserdem Apatit und Titanit, sowie Magneteisen betheiligen.
Weniger reich an Hornblende, um so reicher aber an Mikroklin ist der mittelkörnige Granit von Mugango, bei dem schon makroskopisch der Unterschied zwischen dem fleischroth gefärbten Kalifeldspath und dem weisslich trüben, weil der Hauptsache nach skapolithisirten Plagioklas in die Augen fällt.
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