1. »Tarata, 23. Februar 1892, anscheinend horizontal gel.«

2. »Massai-Gebirge, am Manyara-See, 10. März 1892.«

Ihrer Zusammensetzung, Korngrösse und mikroskopischen Struktur nach sind sie einander sehr ähnlich; in beiden ist eine geringfügige Mikrobreccienbildung und eine ziemlich weitgehende Umwandlung des vorwiegenden Kalifeldspaths in kaolinartige Massen zu beobachten; lediglich durch die Betheiligung von, zum Theil, wie es scheint, allerdings neugebildetem, Mikroklin unterscheidet sich das Gestein aus dem Massailand von jenem von Tarata.

Die höchste Stufe mechanischer Deformation weisen von allen bisher geschilderten Gesteinen zwei Gneisse auf, von

»Utunduwe am Emin Pascha Golf, 16. August 1892, 8h 23 a. m.«

und von

»Marago ya Mave, südl. von Irangi, 28. Dezember 1892; 2h 26 p. m. Unkl. gesch., steil fallend.«

Es sind graugrüne, grauwackenähnliche äusserst zähe Gesteine, das erstere mit mehr porphyroidartiger, das letztere mit feinflaseriger Struktur. Bei beiden kann man von förmlichen Grundmassen sprechen, die aus winzigen Quarz- und Feldspath- (namentlich Mikroklin-) Partikelchen, sowie Glimmerblättchen bestehen und namentlich in dem Gestein von Utunduwe häufig grössere Krystallfragmente von Quarz und kaolinisirtem Feldspath umschliessen. Massenhaft durchschwärmen bräunlich grüne Biotitlamellen diese Einsprenglinge auf ihren Spaltrissen; besonders dicht geschaart erscheinen die, offenbar aus der Zertrümmerung grösserer Biotitindividuen herrührenden und zu langen Flatschen ausgestreckten Glimmeraggregate in Verbindung mit Chloritschüppchen und Epidotkörnchen an den Rändern der grösseren Mineralfragmente, wo sie entweder wie gestaut abschneiden oder den Langseiten derselben sich anschmiegen und an den kurzen Enden schwanzartige Fortsätze bilden. Gleichmässiger durch die feinkörnige Gesteinsmasse vertheilt erscheint der Glimmer in dem Gneiss von Utunduwe, der in Folge dessen auch makroskopisch eine bei Weitem geringere Flaserigkeit zur Schau trägt.

Die Muscovitgneisse von

1. »der Ruvuvu-Fähre, 5. September 1892«