Ein typischer Muscovitschiefer stammt aus
»Uassi, 6. Januar 1893,«
er besteht ausschliesslich aus ziemlich grossen, silberweissen Muscovittäfelchen, an denen hier und da kleine Turmalinprismen angewachsen sind und haselnussgrossen bräunlich-rothen Granaten, deren Oberfläche bereits stark zu ockerig-erdigen Massen verwittert ist.
Ein zwar sehr feinkörniger, aber doch immer noch deutlich krystallinischer Biotitschiefer wurde in der Nähe des vorigen gesammelt, in
»Uassi, 6. Januar 1893, Str. NO. F. SO. 10«.
Er besteht aus, in der Richtung der Schieferung etwas langgestreckten Quarzkörnern oder Körneraggregaten, zwischen denen hin und wieder ein Feldspath zu beobachten ist und aus braunen Biotittafeln, die mit unregelmässig begrenzten, meist prismatisch ausgebildeten Individuen einer graugrünen Hornblende in innigster Weise verwachsen sind. Bemerkenswerth ist bei diesen letzteren der schalige Bau, der sich in der dunkleren Färbung des Kerns gegenüber den Randzonen offenbart. Das Gestein macht durchaus den Eindruck eines normalen Glimmerschiefers und ist, von gedrungenen Apatitsäulchen abgesehen, arm an sonstigen accessorischen Bestandtheilen.
Im Gegensatz zu ihm liegt in dem Andalusitglimmerschiefer von der
»Quelle des Mswavula-Bachs, Urundi,«
ein Gestein vor, dessen Struktur und Mineralbestand lebhaft an vielfach beschriebene contactmetamorphische Schiefer erinnert. In einer sehr feinkrystallenen Masse, die, wie die mikroskopische Betrachtung zeigt, aus einem mit braunen Biotitblättchen durchwachsenen Quarzkörnchenaggregat besteht, liegen bis über 1 cm lange und bis 2 mm dicke Prismen von Andalusit in annähernd paralleler Lage zu einander. Sie zeigen in typischer Weise die für dieses Mineral charakteristische, durch massenhafte Quarzinterpositionen erzeugte, scheinbar schwammig-cavernöse Mikrostruktur und einen geringen, aber doch deutlich wahrnehmbaren Pleochroismus zwischen blassrothen und schwach grünlichen Tönen; die Einlagerungen von Biotit- und Muscovitlamellen sowie von Magnetitkörnchen sind im Verhältniss zu anderem Vorkommen hier nicht sehr reichlich; bei manchen Individuen ist die Ausbildung der Fläche (100) zur Gleitfläche zu beobachten, wodurch der Eindruck einer Zwillingsbildung erzeugt wird. Bei der genauen Durchmusterung des Dünnschliffs zeigt sich übrigens, dass der Andalusit nicht allein in Gestalt jener prismatischen Einsprenglinge, sondern auch in Form von zahlreichen kleinen rundlichen Körnern vorhanden ist, die sich durch die erwähnten Eigenschaften wohl von den übrigen farblosen Gesteinsbestandtheilen unterscheiden lassen. Von Accessorien verdient namentlich der Turmalin Erwähnung, der in kurzen blaugrauen Säulchen mit abgerundeten Enden sich vornehmlich in der Nähe der Andalusitprismen findet. Stimmt hiernach das vorliegende Gestein völlig mit der Beschaffenheit zweifelloser Contactbildungen überein, so ist es doch ohne die, leider fehlenden, näheren Angaben über sein geologisches Auftreten wohl nur mit Vorbehalt als eine solche zu bezeichnen.
Als ein sehr festes, splittrig brechendes Gestein stellt sich der dunkelgrüne, quarzitische Glimmerfels von