und bei
2. »Neirobi, unweit des Lagers, 23. März 1892«
gefunden; mikroskopisch sind es sehr feinkörnige Gesteine von schmutzig-brauner Farbe, von denen das erstere, durch ½ cm lange, parallel gelagerte Plagioklastafeln und -leisten porphyrisch und gleichzeitig fluidal struirt, Neigung zu parallelepipedischer Absonderung zeigt, während das letztere gleichmässig feinkrystallin, nur in Folge von Farbenunterschieden schlierig erscheint und kugeligschalige Verwitterungsprodukte liefert. U. d. M. erscheinen die Grundmassen bei dem ansehnlichen Vorwalten des Feldspaths gegenüber dem Augit als andesitartig; dem spec. Gewicht (circa 2,68) nach gehören die in schmalen Leistchen ausgebildeten Plagioklase zum Labrador, auch die optischen Verhältnisse der grösseren Feldspatheinsprenglinge deuten auf diesen kalkreichen Plagioklas. Die in Gestalt von rundlichen Körnchen in der Grundmasse vorhandenen oder in unregelmässigen Krystallfragmenten eingesprengten Augite geben bei der gewöhnlichen röthlich-braunen Farbe zu besonderen Bemerkungen keinen Anlass; farbloses Glas ist an manchen Stellen noch im unveränderten Zustande erkennbar, Magnetit ist ziemlich reichlich eingestreut, auch Apatitnädelchen namentlich in den glashaltigen Gesteinspartien ein häufiger Uebergemengtheil. Ob die gleichfalls in sehr ansehnlicher Menge die Gesteinsmasse durchziehenden feinfaserigen oder schuppigen, chloritisch-serpentinösen Secundärproducte, welche je nach dem Oxydationsgrade des in ihnen enthaltenen Eisens bald mehr grünlich, bald mehr gelblich gefärbt sind, auf zersetzten Olivin bezogen werden dürfen, ist bei dem gänzlichen Fehlen der für dieses Mineral charakteristischen Durchschnitte zweifelhaft, immerhin aber in hohem Grade wahrscheinlich.
Die drei normalen, olivinführenden Plagioklasbasalte kommen von
1. »Mutyek, unweit des Laalangalang-Bachs, 17. März 1892«
2. »Ngorongoro, Kesselgrund, 19. März 1892«
und von der
3. »Dritten Stufe am Plateauabfall nördl. des Eyassi-Sees , 25. März 1892.«
Der erstere liegt in einer stark verwitterten, schalige Struktur besitzenden Kugel, die beiden letzteren in dunkel- bezw. hellgrauen, feinkrystallinen, fast dicht erscheinenden Belegstücken vor, welche plattige Absonderung erkennen lassen. Der Olivin tritt in diesen Gesteinen sowohl in wohlconturirten Einsprenglingen, wie als Gemengtheil der Grundmasse auf; namentlich reichlich erscheint er in dieser letzteren Rolle in dem Basalt vom Plateauabfall nördlich des Eyassi-Sees, wo seine kleinen Körnchen durch ihre goldgelbe Färbung schon bei der Betrachtung des Dünnschliffs im gewöhnlichen Lichte die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mehr versteckt ist er auch in der Grundmasse des Gesteins aus dem Ngorongoro-Kessel vorhanden; hier sind seine Durchschnitte jedoch meist farblos, höchstens grau oder schwach grünlich gefärbt und erst zwischen gekreuzten Nicols durch ihre hohen Polarisationsfarben vom Feldspath sicher zu unterscheiden. Der Zusammenhang der auch in diesem Gesteine vielfach zu beobachtenden grünlichen Secundärgebilde mit Olivin ist hier deutlich nachweisbar, indem dieselben von den grösseren Olivineinsprenglingen weg sich gerade besonders reichlich in die umlagernde Grundmasse verzweigen. Bemerkenswerth ist noch, dass neben dem äusserst feinkörnig verstreuten Magnetit auch vereinzelte Oktaeder desselben grössere Dimensionen erreichen, welche sie schon makroskopisch wahrnehmbar machen, dass hingegen Feldspatheinsprenglinge den beiden ersteren Gesteinen vollständig fehlen und im letzten sehr selten zu beobachten sind, wie auch solche von Augit durchaus eine sehr untergeordnete Rolle spielen.
Die Gesteine vom