1. »Abfall des Mutyek-Plateau oberhalb Leilei, 13. März 1892«,
2. »Mutyek-Plateau, 14. März 1892«,
3. »Murerá-Bach, Mutyek-Plateau, 16. März 1892«
und
4. »Mutyek-Wald, 18. März 1892«
und ferner einige Stücke, bei welchen leider die Angabe des Fundorts mangelte, sind bei dem entweder gänzlichen Fehlen oder der nur sehr geringfügigen Ausbildung eines farblosen Silicats als Limburgite zu bezeichnen. Makroskopisch charakterisirt durch die aussergewöhnlich grosse Zahl und die meist sehr beträchtlichen Dimensionen der lediglich aus Augit und Olivin bestehenden Einsprenglinge, welche bei mehreren Vorkommen förmlich ein breccienartiges Aussehen, wie es auch dem typischen Gestein von der Limburg am Kaiserstuhl eigen ist, erzeugen, besitzen sie eine durch massenhaft eingesprengtes Magneteisen sehr dunkel gefärbte Grundmasse, die fast nur von röthlich-violetten Augitkörnchen gebildet ist, zwischen denen sich hin und wieder einmal ein Feldspathleistchen, reichlicher jedoch Partien bräunlichen oder farblosen Glases vorfinden. Bei der wasserklaren Beschaffenheit des letzteren denkt man zunächst an Nephelin; indessen konnte bei keinem der erwähnten Gesteine auch nur eine Spur von Gelatinebildung bei der Behandlung mit Salzsäure beobachtet werden, welche diese Vermuthung zu stützen geeignet gewesen wäre, wohl aber eine gewisse Zersetzbarkeit jener, der Doppelbrechung entbehrenden Substanz, die auf einen ziemlich hohen Natrongehalt derselben schliessen lässt. Verhältnissmässig reichlich findet sich Feldspath — Sanidin — in dem Gestein vom Murerá-Bach, und zwar in einer für Basalte etwas ungewöhnlichen Form. Hier bergen nämlich die zahlreichen farblosen Glaspartien von rundlicher oder länglicher Gestalt zierliche wasserklare Leistchen, die höchstens 0,03 mm in der Breite bei 4-5facher Länge erreichen; augenscheinlich sind dieselben sehr dünn, so dass zur Wahrnehmung der zwischen gekreuzten Nicols sehr schwachen Doppelbrechung ein Gypsblättchen zu Hülfe gezogen werden muss. Trotz dieser Dünne aber lässt sich deutlich eine Zwillingsbildung nach der Längsrichtung beobachten, bei der die beiden, sonst schwache Farbenunterschiede aufweisenden Individuen gleichzeitig gerade auslöschen. Parallel zu den Längsseiten verlaufen zarte Spaltrisse, auch senkrecht zu denselben sind zuweilen solche wahrnehmbar, die, mitunter sich zu klaffenden Spalten erweiternd, eine bemerkenswerthe Quergliederung erzeugen. In der Regel sind die Leistchen an ihren schmalen Seiten gradlinig begrenzt; sehr selten ist statt dieser gradlinigen Endigung aber auch eine solche durch zwei Flächen zu beobachten, die einen stumpfen Winkel von circa 120° mit einander bilden. Nach diesen Eigenschaften liegt hier zweifellos Sanidin vor, dessen Bildung in einem ziemlich vorgerückten Stadium der Gesteinsverfestigung innerhalb der Glasbasis erfolgt sein muss, da er ausschliesslich in seinem Auftreten an diese gebunden, der übrigen Grundmasse aber völlig fremd ist. Ueber die porphyrisch eingesprengten Augite, die bald eine röthliche, bald eine violettgraue Farbe und infolge ihres zonaren Baues meist dunklere Randzonen besitzen, ist ebensowenig wie über die mehr oder weniger stark zersetzten und verschiedentlich gelb gefärbten Olivine etwas Wesentliches auszusagen. Dagegen muss noch des Auftretens von Biotit gedacht werden, der in kleinen braunen, häufig regelmässig hexagonal begrenzten Blättchen namentlich in der Nähe der Gesteinshohlräume sich findet, nicht selten auch in diese frei hineinragt und darum gleichfalls als eines der letzten Consolidationsproducte angesehen werden mag.
Eine schlackig poröse, vulkanische Bombe, welche am
»Nordende des Manyara-See, 11. März 1892«
gefunden wurde, gehört nach ihrer mineralogischen Zusammensetzung, insofern Feldspath sich nicht an ihrer Grundmasse betheiligt, ebenfalls zu den limburgitischen Gesteinen. Als fremde Einschlüsse enthält sie zahlreiche, von concentrischen Rissen durchzogene Quarzkörnchen, die von der Gesteinsmasse selbst immer durch einen mehr oder weniger breiten Augitsaum getrennt sind.
Durch die sehr zahlreichen Einsprenglinge äusserlich mit den Limburgiten verwandt erscheint der graue Basalt von der