TAFEL XIII

WANYATURU STOCK-KÄMPFER

Unter solchen Betrachtungen, von welchen ich natürlich nichts laut werden liess, näherten wir uns der Niederlassung. Auf niederer Kuppe lagen zwischen hohen Baobabs die ansehnlichen Temben der Araber, umgeben von reichen Kulturen von Weizen- und Zuckerrohrfeldern, aus welchen sich — ein seltener Gast in Ost-Afrika — die schlanke Dattelpalme erhob. Ueber dem Ganzen wehte auf hoher Stange das schwarz-weiss-rothe Banner, das die Araber uns zu Ehren gehisst hatten.

Unter Flintenknallen und Jubelgeschrei hielten wir unsern Einmarsch. Ein Theil meiner Leute, die Elephantenjäger, waren hier so gut wie zu Hause, auch die anderen fanden Landsleute, Freunde und Bekannte und das Ziel der Reise, die ersehnte Küste, schien in greifbare Nähe gerückt.

Mtoro's Dorf, Ussandaui.

[[←]] VI. KAPITEL.
Von Irangi nach Pangani.

Aufenthalt in Irangi. — Uassi. — Ufiomi und die Wafiomi. — Wieder in Umbugwe. — Iraku und die Höhlenbewohner. — Meri. — Mangati und der Gurui-Berg. — Die Massai-Steppe. — Unguu. — Ankunft an der Küste.

Wenn wir Weihnachten im Busch verlebt hatten, so wollten wir wenigstens das neue Jahr 1893 unter Menschen antreten. So blieben wir denn fünf Tage in Irangi und liessen uns die Gastfreundschaft der Araber gefallen, die in Anbetracht der Umstände geradezu glänzend war. Sie hatten auch Grund, der Expedition wohlgesinnt zu sein, denn unsere Kämpfe in Umbugwe hatten ihnen dieses Handelsgebiet erschlossen, und die Ausbeute an Elfenbein war grösser als seit Jahren.