Ein Bann geht von diesem Weißen aus.
Mein Leib ist ein brennender Feuerstrauch,
Du mein Mann. Nährender Wind!
Meine Brust zwei Feuerzungen,
Du, widerwillige Stimme!
Meine Hände heiße Flügel,
meine Beine brennende Kohlen —
weiß und rot — weiß und rot brenne ich;

Im Feuerkleide langer Qual, in Scham recht Erglühte, brenne und verbrenne nicht.

Tritt ein zu mir, auslösche und erlöse mich.

Mann

Kreißende, hoffnungslose Wöchnerin!
Die vor Schwachheit nicht Austragen wagt!
Habe dazu keine beßre Zeit vor —
um dich nachher, gemach hinschauernd,
zur Ruhe zu legen!
Laß uns das Weh später beschwichtigen,
wann eins von uns müde ins
Linnen gerollt.
Angefacht ist schon was werden
möchte ein Licht,
anders als rauchend Feuer, drin das Auge übergeht.
Feuer brennt zu Asche,
Licht zuletzt ganz freundlich aussieht!

Frau

(erschreckt)

Totsgestalt! Hast mir Fleisch, Blut vorgelogen!
Rasend kamst du in mir aufgezogen!
Sonne bleicht den Mond —
Eisiger Reif
Greift in mein Fleisch.
Greift in mein Fleisch.
Um mich der Mann, der mit mir rang,
Der niederstößt jeden Gedanken,
Niederschlug
Weichst mir nicht
Aus Adern und Bein —

(höhnisch)

Reißender der mich ausgesogen!
Weh tust du Erlöser, Auflöser jetzt.
Kann dich nicht grüßen lieber Mann,
Der nicht annahm mich Opfer
In der stummen Angstpause!
O nimm mich aus der Marterwelt.