Frau

(zum Mann)

Mein Singen hieß dich herzuhören?
Sahst du mein Gitter offen?
Du machst dem Kuckuck nach und fliegst ins
fremde Nest.
Um nachtschlafende Zeit siehst du mich!
Wie schlichst du durch Mauer und Tür?

Mann

Ich rate, wie wußt ichs?
Du bist immer einsam gewesen.

Ich war nicht bei dir. Deine Stimme rief in der Nacht die Fremden und du meintest mich. Und du hast wahrhaftig Hunger und Geiz auf Liebeswerke und so kam ich herauf zu dir.

Frau

Du — dreh dich zu mir! . . .
Warum bist du nicht gut mit mir?

Klar habe ich dich geträumt und weinend erst im Morgengrauen gesehen —

Habe ich unrecht getan, daß ich dir winkte wie vielen?
Jetzt stehst du im seligen Glanz der Gegenwart.
Mein Wunsch mochte dich in der Dunkelheit herziehen.
Ich hungere vor Liebe.
Wenn ich nur mich erst dir hingegeben,
soll durch deine reine Kraft allein ich leben.