Greif mich mit deinem Finger an,
Damit ich noch dir glauben kann.
Da wollt’ ich fragen dich,
bleibst du bei mir?
Gehst du mir heraus
und läßt die Braut in der Versuchung sein!
Meine Brust ist krank,
wie eine Blume in der Lichtlosigkeit.
Gib mir deine Hand noch einmal, Liebloser.
Du — laß mich noch einmal bei dir sitzen und die Augen schließen und verschlafen alles Geschehene.
O Herr — ich fürchte mich, so schwach bin ich, so sehr hänge ich an dir.
(Der Mann kniet vor der Frau und leuchtet ihr ins Gesicht, sie zündet ihre Kerze an seiner an und schaut ihn an.)
Frau
Mein Liebster, ich hab vergessen, ich weiß nicht wo ich war, sag du zu mir.
Du zündest jetzt dein eignes Licht
gleichsam an meiner Liebe an,
Dein Leib gibt ihm die Nahrung dann.
Des Suchens — wer du wärest — müde,
Gabst du dich mir.
So bist Du geworden.
Und ziehe Ich mich jetzt leise, wie ein Schleier, von dir,
So bleibst Du?
Auf zur Geburt erwach’ deine Seele, auf zur Geburt.
Und wenn die Trennung dir bange Schwermut macht,
erscheint mein Bild gespiegelt in der Nacht.
Und deiner Eigenliebe Schein
wird wieder von dem zarten Nachtbild angeleuchtet sein.
(Mann schlägt das Tuch ganz über ihren Kopf zusammen — sie will ihn sehen, er drückt ihre Augen sanft zu, so, daß sie zu die Knie sinkt, er flieht auf den Korridor.)
(Frau, betäubt, wacht auf, folgt ihm in den Raum, wo die betrunkenen Liebhaber schlafen. Männer erwachen, Frau sieht durch das Gitterfenster auf den Flüchtenden hinaus.)