MARIA. Ah, wie das?—Das wird interessant! (Rückt auf ihrem Stuhl zurecht).
GOTT VATER und CHRISTUS (die diesmal doch etwas verstanden zu haben scheinen, halten ihre Köpfe glotzend auf den Teufel gerichtet.)
TEUFEL (den eben geborenen Gedanken wiederholend, wie um ihn sich selbst nochmals in den Weg zu legen). Man müßte die Sekretion beim Geschlechtsakt vergiften!
MARIA. Du meinst den Samen? (Hält sich das Taschentuch einen Augenblick vor den Mund, als schlucke sie etwas Unangenehmes hinunter.)
TEUFEL (einfallend). Nein, nein!—Nicht den Samen; nicht das Ei;—sonst würde die Nachkommenschaft darunter leiden, und, verschlechtert und gewitzigt, nicht mehr zu haben sein!—Die soll aber auch dran kommen!—Nein, Samen und Ei sollen unberührt bleiben, damit die Erzeugung der Menschen ruhig weitergeht.—Aber der Täter, der sorglos mit seinem Instinkt drauflos Fahrende, soll durch ein kleines Neben-Produkt vergiftet werden, durch ein Etwas, welches gleichzeitig mit Samen und Ei produziert wird, und welches, wie bei den Schlangen, nicht mehr auf den Besitzer, aber auf seinen Gegenpart, auf sein Vis-à-vis in der sexuellen Française—pardon!—wenn ich mich so ausdrücken darf,—(Maria hebt zum Zeichen des Verständnisses die Augenbrauen hinauf) ansteckend wirkt;—so daß der Mann das Weib, oder das Weib den Mann, im günstigsten Fall sie sich beide infizieren können,—nichts ahnend,—ganz im Taumel verloren,—ja in der Täuschung des höchsten Glücks—(macht eine Handbewegung zu Maria, ob er verstanden sei, die diese mit dem Spitzentuch freudig und verständnisinnig aufnimmt).—so daß sie lallend wie Kinder in die scheußliche Brühe hineintappen!!!
MARIA. C'est glorieux!—C'est charmant!—C'est diabolique!—Mais comment?...
GOTT VATER und CHRISTUS (glotzen ruhig weiter).
TEUFEL. Ah, Madame, das lassen Sie meine Sorge sein!—
MARIA. Gut! Aber unter einer Bedingung. Was Du auch mit den Menschen anfängst, sie müssen erlösungs-bedürftig bleiben!—
TEUFEL (mit großer Beherrschung). Erlösungs-bedürftig bleiben sie.