»Rrrich–tig!!«
Wir verfolgen weiter den Ariadnefaden und fördern aus dem Labyrinth ein Notizbuch zutage. Das ist nun etwas ganz besonders Hervorragendes. Notizbücher sind in diesem Alter von ganz besonderem Wert und Nutzen. Es ist wohl selbstverständlich, daß man sich in erster Linie das notiert, woran man Tag und Nacht denkt, z. B. daß man für den 9. Oktober zur Apfelernte bei einem Spielkameraden eingeladen ist, oder daß am 25. Dezember Weihnacht gefeiert wird. Auch die zehn Pfennige, die man geschenkt erhielt, werden ordnungsgemäß als Grundstock eines zu sammelnden Kapitals gebucht, leider aber gewöhnlich nicht wieder ausgestrichen, wenn sie nach zehn Minuten in Schokolade umgewandelt wurden. Freilich sind Stift und Papier bei diesem Büchelchen von einer Güte, die sich in Geldeswert nicht mehr ausdrücken und es immerhin noch ratsamer erscheinen läßt, mit einer spitzen Stahlfeder auf ein Flanellhemd zu schreiben; aber Erasmus verfolgt es mit sorglich behütenden Blicken.
»Woher hast du denn das?«
»Das hat Hein Stieglitz mir geschenkt.«
»Weshalb denn?«
»Och – wenn ich mit ihm spielen wollte.«
»Warum wollte er denn mit dir spielen?«
»Och – die andern wollten nicht mit ihm spielen.«
»Warum nicht?«
»Weil er der Erste geworden ist.«