Da gelangen wir denn zu den orphischen Worten vom Bock, der nicht milchen will.
»Mich wundert nichts, als daß, als daß
Der Bock nicht milchen will,
Und frißt doch allzeit Gras
Und frißt doch allzeit Gras.«
Millionen von Menschen, ganze Geschlechter von Erdbewohnern sind achtlos an diesem Phänomen vorübergegangen, oder wenn sie es auch beobachtet haben, so fanden sie doch nicht den Mut, nach der Ursache zu fragen. Erst der trinkende Student fand diesen Mut. Gewiß: beantworten konnte auch er diese Frage nicht, das mußte er den Professoren überlassen, die die merkwürdige Erscheinung längst auf die Männlichkeit des Bockes zurückgeführt haben; aber schon der Mut, eine solche Frage zu stellen, ist bewunderungswürdig.
Die Behauptung:
»Häßlichkeit entstellet immer,
Selbst das schönste Frauenzimmer«
erfordert schon weit weniger Mut. (Denn wenn ein schönes Frauenzimmer durch Häßlichkeit entstellt wird, was nützt ihm dann seine ganze Schönheit?! Ja: kann man in einem solchen Falle überhaupt noch von einem »schönen Frauenzimmer« sprechen? Mein ernsthafter Freund verneint es rundweg.)
Von kühnstem, bis in die Polarregionen vordringendem Forschergeiste zeugen die sehr belehrsamen und bildungsvollen Verse vom Eskimo.
»Der Eskimo – lebt manchmal wo,
Doch manchmal, da lebt er wo anders.
Er trinkt den Tran – wie Bier der Mann
Und reibet damit Salamanders.«