Er war auch am Freitag mittag noch fest entschlossen und freute sich. Als er um sechs Uhr noch keine Miene zum Aufbruch machte, rief Frau Rebekka:
»Du, du – du mußt jetzt gehen.«
»Ach, ich hab mir’s anders überlegt,« sagte Ludwig. »Was soll ich da.«
Ja, was sollte er da.
Erstens war sein Asmus nun am Ziel, und das war ein Glück, das eigentlich für den Rest seines Lebens allein ausreichte und das er jedesmal neu genoß, wenn Asmus den Blick wegwandte und er ihn ungestört betrachten konnte.
Zweitens hatte er am Lohengrin schon so viel Vorfreude genossen, daß eine Steigerung nicht mehr denkbar war.
Und drittens tauchten auf der grauen Wand vor seinem Zigarrentische, sobald er befahl, alle Sagen der Vorwelt auf, nicht die vom Schwanenritter allein, und belebte sich der stauberfüllte Raum mit Klängen, die an kein irdisches Instrument und keine menschliche Schrift gebunden waren.
Frau Rebekka war gründlich böse und schalt. »Ich versteh den Mann nicht,« rief sie.
Asmus verstand ihn. Er dachte daran, daß er nun bald als Lehrer vor 60 Kindern stehen werde; er blickte von der Seite her in des Vaters Auge, in dem die Abendsonne liebend verweilte, und er verstand es, daß man selig sein kann im Glück seiner Träume.