»Ja, mein Junge, das geht nicht,« sagte er, »komm nur schnell.«
»Ick will ober leever hier blieben,« wandte Lohmann mit schwächerem Widerstande ein.
»Na, nu’ mach flink, Junge, mach flink!« drängte der Hauptlehrer.
Lohmann packte widerstrebend seine Sachen und folgte Herrn Drögemüller; aber als er nun Sempern die Hand zum Abschied geben sollte, warf er alles, was er trug, auf den Boden, umklammerte Asmussens Bein und schrie: »Ick will bi di blieben! Ick will bi di blieben!«
Asmussen wurde es wunderlich ums Herz.
»Kann er denn nicht hier bleiben?« fragte er den Hauptlehrer. »Vielleicht kann ja ein anderer – –?«
»Nein, das geht nicht!« versetzte Drögemüller kurz. »Er wohnt ja nicht in unserm Bezirk. – Jetz komm, Junge, sonst – –«
Asmus klopfte dem Kleinen die Wangen und sagte: »Na, Heinrich, dann geh nur mit. Wenn die Schule aus ist, besuchst du mich mal, was? Und ich besuch’ dich auch mal, ja?«
Da gab sich Heinrich Lohmann zufrieden,
sammelte unter Tränen seine Bibliothek zusammen und schlich davon.