»O,« stammelte Asmus, »das ist sehr liebenswürdig, ich komme natürlich gern einmal – aber heute hab’ ich eine wichtige Sitzung, bei der ich auf keinen Fall fehlen darf.«

»Das ist was anderes,« sagte Mansfeld.

Die Rede kam aber doch bald auf die Pensionärin, und Asmus fragte mit glänzend aufgepuffter Munterkeit und mit einem sehr kunstreichen Lächeln:

»Na, wie geht’s ihr denn?«

»Na, – soso lala!«

»Wieso?« rief Asmus erblassend. »Ist sie nicht glücklich?«

»Dscha – wie man’s nehmen will. Ihre Verlobung ist ja zurückgegangen, das wissen Sie doch?«

»Zurück –?« Asmus war aufgesprungen. »Zurückgegangen? Ich weiß kein Wort. Ich bitte Sie – warum?« Er hatte sich wieder gesetzt.

»Gott – das arme Kind – sie hat eine schwere, traurige Kindheit verlebt und von den Menschen nicht viel Gutes erfahren. Vater und Mutter sind tot; als ihr da einer von Liebe

sprach, schmolz ihr das weiche Herz und sie glaubte, das Glück wär’ endlich da!«