Alle Basen färben rotes Lackmuspapier blau.

Hilde ist eine Base.

Also färbt Hilde rotes Lackmuspapier blau.«

Dann sah sie wohl ein, daß mit ihm nichts mehr anzufangen sei; sie klappte lachend das Buch zusammen und schlug ihm damit auf die Finger.

»Lieber, süßer Professor,« rief er, »die Logik, die Sie mir da abfragen, ist ja der gottvergessenste formalistische Quatsch, ist ja das blankste scholastische Blech von der Welt! Bevor ich etwas davon wußte, hab’ ich genau so konsequent gedacht wie jetzt, oder konsequenter. Ach bitte, Herr Professor, tun Sie Ihr Täschchen auf und geben Sie mir vom Brote des Lebens.«

Dann verzehrten sie den Proviant, den Hilde mitgebracht und den sie mit gewohnter Delikatesse bereitet hatte; er ließ es sich mit Ausdauer schmecken und meinte: »Die Brotgelehrten haben doch nicht so ganz unrecht.«

Zu solchen Stunden brachte er wohl auch trotz aller Examenbüffelei ein Gedicht mit, und eines Tages brachte er ihr eins, das eine »hartnäckige Liebe« besang.

Jan Reimers hatte vor gar nichts Furcht. Er rettete damals die beiden Dänen, Ihr wißt wohl – es wollte keiner dran – Er riß sie dem blanken Hans aus den Zähnen.

Nun war da die Antje Nissen – ei ja, Die mochte dem starken Jan wohl taugen! Schmuck war sie, alles was recht ist – man bloß: Ihr guckte der Deubel aus beiden Augen.

Aber Jan, wie gesagt, war bange vor nichts. Und so freit’ er um Antje. Sie ziert’ sich nicht lange Und sagte Ja und ward seine Braut. Aber als sie’s war, da ward ihm doch bange.