Schon vor der Hochzeit alle Tag Krieg! Verdammt, denkt Jan, nur noch drei Wochen, Dann ist die Hochzeit. Sie läßt mich nicht los.

Aber sie ist ein Stachelrochen.

Da – denkt euch – da kommt ihm Hilf’ in der Not! Bei Südsüdost wird Jan Reimers verschlagen – Er rennt auf die Klippen – das Schiff zerkracht – Eine Planke hat ihn nach England getragen.

Sein erster Gedanke war: »Jung, wat’n Glück, Nu bin ick verschollen! Das ’s Gottes Wille!« Er stopft sich die Pfeife mit nassem Shag Und steckt sie in Brand bedachtsam und stille.

Sein Ewer freilich war Grus und Mus. »Na ja,« denkt Jan, »wat is dor Slimm’s bi! Ick hev hier Fisch un hev hier Tobak.« Und er lebte drei Jahre vergnügt in Grimsby.

Aber die Welt ist ein Rattenloch. Ein Landsmann muß ihn gesehen haben. – Jan bummelt am Hafen, die Fäust’ in der Tasch’, Sich recht an Freiheit und Sonne zu laben –

Da hört er plötzlich – ihm schießt’s in die Knie – Seinen Namen rufen von weiblicher Stimme: »Jan Reimers! Jan Reimers!« Ihm war’s als rief Des jüngsten Tages Posaun’ ihn mit Grimme!

Aber Jan hat Courage: er stellt sich taub! Da ruft Antje Nissen: »Du solltest dich schämen! Nun tu’ doch nicht so, als wenn du nicht hörst. Du Feigling, du!« Da mußt’ er sie nehmen.

Sie lachte, als er geendet hatte, und dann nahm er noch einmal das Blatt und schrieb mit Bleistift oben über das Gedicht: