Asmus sollte zunächst eine Anschauungsstunde geben, und er holte sich aus dem kleinen Schulmuseum einen ausgestopften Fuchs, der aber dank der Kunst des Ausstopfers den Hinterleib einer feisten Katze hatte.

»Was ist das?« fragte Asmus.

»Das ist ein Hund,« antwortete ein Schüler; denn die Stadtkinder kannten keinen Fuchs.

Statt nun an diese nicht ganz unrichtige Antwort anzuknüpfen und den Fuchs zunächst als Hund zu behandeln, oder aber mit Eleganz

darüber hinwegzugehen und einen anderen zu fragen, biß sich Asmus sofort in diese Antwort fest.

»Nein, ein Hund ist das nicht,« sagte er, »woran sieht man, daß es kein Hund ist?«

»Er hat gar keinen Maulkorb um!« rief ein kleiner Bursche.

»Haben denn alle Hunde Maulkörbe?« fragte der junge Präzeptor. (O weh, eine »Wahlfrage!«)

»Nein,« riefen viele Kinder. (O weh, der Präzeptor duldete, daß die Schüler im Chor antworteten, ohne es zu tadeln! Münz und Morieux notierten eifrig in ihren Heften.)

»Wozu gehört der Maulkorb also gar nicht?«