er wohl so etwas wie die Würde einer obrigkeitlichen Stellung, namentlich als ein Vater, der mit dem Schulgeld im Rückstande war, an ihn herantrat und bat, daß man noch ein wenig Geduld mit ihm haben möchte, und ihm heimlich ein paar Zigarren in die Hand drücken wollte. Asmus wich zwar ängstlich zurück und rief: »Darüber habe ich leider gar nichts zu sagen!« – aber als deutscher Jüngling fühlte er sich doch geschmeichelt, daß man ihn für eine Behörde hielt. Diese Reize indessen verflüchtigten sich schon nach wenigen Tagen. Dann kam eines Morgens ein blasses, frierendes, von Regen durchnäßtes Mägdelein, das weinte.

»Warum weinst du?« fragte Asmus.

»Ich konnte nicht eher kommen; mein Vater hat meine Mutter ’rausgeschmissen.«

»Warum das denn?«

»Och, er is all wieder duhn (betrunken).«

»So früh schon?«

»Ja, er säuft immer ’rum.«

Asmus erschrak. Gab es Kinder, die so über ihren Vater reden konnten?

»Geh’ nur zu,« sagte er. Das war ja selbstverständlich, daß man die nicht aufschrieb. Er sah ihr nach und dachte daran, daß sie fror. Und dachte, wie er als Junge gefroren, wenn ihm der Wind unter die dünne Jacke fuhr.

Von nun an fragte er öfter nach dem Grunde der Verspätung, und er notierte immer