Marianne schob die Unterlippe vor.

Evelyn lachte. »Komm, iß!«

»Nun seid mal still,« sagte Agnes Elisabeth. »Überlegt euch lieber mal, wie wir es nun mit dem Trauern machen wollen. Wir können die Leute nicht so vor den Kopf stoßen, wenn sie morgen zum Begräbnis kommen. Denkt euch Tante Lauras Entsetzen. Wir haben sie schon genug verletzt, weil wir sie jetzt nicht hier haben wollen.«

»Ach, sie ist nur unglücklich, weil sie nicht den ganzen Tag hier am Sarg sitzen und weinen darf,« warf Julie ein.

»Ich habe noch mein Kleid von Vaters Tod, das zieh’ ich an,« sagte Agnes Elisabeth bestimmt.

»Ich behalte das Kleid an, das ich jetzt trage!« gab Julie zurück. »In dem hat Mama mich immer gern gesehen.«

In der Tür erschien Gesch Margret, das Mädchen, mit einem Kranz von Lavendel, Reseden und Flocks.

»Hier, Fräulein Hellwege, ik schall ok velmals gröten von Fro Klattenberg. Un de Fräuleins schullen man nich to trurig sin. Un denn let se ok frogen, we dat mit denn Botterkoken to de Beerdigung wern schull?«

»Schade, daß der Flocks drin ist, sonst wäre er hübsch,« warf Julie ein.

»Ja, Gesch Margret, ich denke, wir nehmen drei große Platten,« meinte Agnes Elisabeth. »Und dann viel Kaffee.«